Hochschulen zeigen Haltung
25. Februar 2026

Foto: TU D / Hochschulen zeigen Haltung
Hochschulen zeigen Haltung - für eine offene, solidarische und freie Wissenschafts- und Hochschulkultur gegen antidemokratische Einflussnahmen und Angriffe und schließt sich hiermit zahlreichen Hochschulen an.
Das Zentrum für Gender und Diversity als gemeinsame Einrichtung Hamburgischer Hochschulen unterstützt die bundesweite Kampagne „HOCHSCHULEN ZEIGEN HALTUNG“ für eine offene, solidarische und freie Wissenschafts- und Hochschulkultur gegen antidemokratische Einflussnahmen und Angriffe und schließt sich hiermit zahlreichen Hochschulen an.
Ziel der Kampagne:
Die Kampagne läuft seit dem 13. Oktober 2025 und ist ein klares Statement und Bekenntnis zu demokratischen Grundwerten. Mit der Kampagne wollen wir gemeinsam Haltung zeigen für eine offene, solidarische und freie Wissenschafts- und Hochschulkultur und auf die bereits bestehenden antidemokratischen Einflussnahmen und Angriffe, denen Akteur*innen an Hochschulen ausgesetzt sind, hinweisen.
Sie sensibilisiert für die jüngsten politischen Entwicklungen und die von diesen ausgehenden Gefahren für eine demokratische und solidarische Hochschulkultur. Ins Leben gerufen wurde die Aktion unter anderen vom Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen, dem Netzwerk Diversity an Hochschulen und der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V. (bukof). (hier die drei Einrichtungen verlinken)
Zum Hintergrund der Kampagne:
Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ein zentrales Fundament unserer Demokratie. Hochschulen sind Orte des freien Austauschs, der wissenschaftlichen Neugierde und des kritischen Denkens.
Der Aufstieg rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien, die in ihren Wahlprogrammen weitreichende Eingriffe in wissenschaftliche Inhalte fordern, stellt eine Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit dar. Forschende und Studierende, die sich politisch engagieren, sind zunehmend Repressionen ausgesetzt. Während gezielt Druck auf Forschung und Lehre ausgeübt wird, die wissenschaftliche Erkenntnisse von Forschenden, allen voran jenen, die sich politisch oder gesellschaftlich engagieren, öffentlich in Frage stellt und Hochschulangehörige gezielt diffamiert, tragen etwa Einschränkungen geschlechtergerechter Sprache oder Kürzungen bei Förderprogrammen zu einer schleichenden Einschränkung wissenschaftlicher Arbeit und Aushöhlung wissenschaftlicher Handlungsspielräume bei. Hochschulen geraten dadurch zunehmend in ein Umfeld, in dem freie wissenschaftliche Entwicklung sowohl offen als auch indirekt untergraben wird.
Diese Entwicklungen betreffen alle Mitglieder jeder Hochschule und hochschulpolitische Gremienarbeit. Hochschulen leben von Vielfalt, Offenheit und kritischen Austausch. Wenn diese Werte in Gefahr geraten, müssen wir gemeinsam handeln.
