SoSe 2026
Einstiegsmodul: Propädeutikum Gender (ProG)
Seminarbeschreibung:
Das Einstiegsmodul "Propädeutikum Gender (ProG)" bietet allen interessierten, unabhängig vom Studienhintergrund und Wissensstand, eine erste Einführung in die Themen Gender & Diversity. Ziel von ProG ist es, den Einstieg ins Zertifikat niedrigschwellig zu gestaltet und die persönliche Reflexion zu den Themen anzuregen.
Das Modul besteht aus 2 Teilen:
Begleitseminar: 2 Termine a 90 Minuten.
Online Selbstlern Kurs: wird zwischen den Terminen in Eigenstudium absolviert.
Die Ergebnisse des online Kurses werden in der Abschlusssitzung des Seminars besprochen. Pro Semester finden mehrere Termine für das Begleitseminar sowohl online als auch in Präsenz statt.
Diese Veranstaltung gilt als Einstiegsmodul für beide Zertifikatsprogramme.
ECTS: 3
Termine:
Option 1 - Präsenz
Vorbereitungstreffen: Mo. 18.5. 16-18 Uhr (VMP 9 A315)
Nachbereitungstreffen: Mo. 29.6. 16-18 Uhr (VMP 9 A315)
Option 2 - Digital
Vorbereitungstreffen: Mo. 10.8. 16-18 Uhr
Nachbereitungstreffen: Mo. 21.9. 16-18 Uhr
(Der Link wird rechtzeitig an die Teilnehmenden verschickt.)
Anmeldung:
Die Anmeldung läuft über unser Ticketsystem.
Information zur Lehrperson:
Dr. Marvin Jansen ist Erziehungs- und Bildungswissenschaftler und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Europa-Universität Flensburg im Arbeitsbereich der Empirischen Bildungsforschung. Seine Schwerpunkte sind Bildung und soziale Ungleichheit, heteronormativitätskritische Perspektiven auf Erziehung und Bildung sowie die qualitative Bildungs- und Biografieforschung.
In seiner 2024 erschienenen Dissertation forschte er zu partnerschaftlichen Herausforderungen und Bewältigungsprozessen schwuler Männer. Aktuell arbeitet Marvin Jansen zu queeren Jugendlichen im Schulkontext und im öffentlichen Raum.
Pflichtmodul Genderkompetenz: Introduction to Current Debates on Gender & Queer Identities
Seminarbeschreibung:
This course aims to introduce students to current debates on gender and queer identities. It asks: “What is the difference between sex, gender and sexual identity?” “What is queer erasure?”, and “What can FLINTA* solidarity look like?” Against the backdrop of short texts that define key terms of gender and queer studies, the course focuses on contemporary (pop-)cultural phenomena that facilitate easy access to ongoing discussions of gender and queer identity. We will explore concepts such as feminism(s), misogyny, new masculinities, or homophobia and will critically analyze their manifestation in, for example, Harry Styles’s photo shoot for Vogue (2020), Greta Gerwig’s movie Barbie (2023), Hungary’s boycott of the 2026 Eurovision Song Contest, and German musician Ikkimel’s studio album FOTZE (2025).
The seminar is offered in English. It features easily accessible short texts in English and often focuses on examples from the English-speaking world. However, students may choose to present, discuss, or write about case studies in German if doing so facilitates their understanding and expression.
Dieses Seminar gilt als Pflichtmodul für das Zertifikat „Genderkompetenz“.
ECTS: 3
Termine:
Donnerstags 10-12 Uhr (wöchentlich)
Erster Termin: 09.04.2026
Im ZGD Seminarraum, Monetastraße 4
Anmeldung:
Die Anmeldung läuft über unser Ticketsystem.
Zur Lehrperson:
Johanna Pelikan (she/her) is a postdoctoral researcher specializing in U.S. literature and visual culture. She studied in Halle (Saale), Albuquerque, Berlin, and Hamburg, where she defended her PhD thesis on the formation and representation of reality in the creative works of modernist Mina Loy in 2025. Her particular interests include twentieth-century women’s writing and artistic practice, modernist poetry, epistemology, and semiotics. In her current research project, she is examining the politics of crafting in nineteenth-century African American literature.
Pflichtmodul Diversity & Intersectionality: Theoretische Perspektiven und analytische Konzepte von Robel Afeworki Abay
Seminarbeschreibung:
Im Mittelpunkt des Seminars steht die These, dass eine intersektionaltätstheoretische Perspektive sich als besonders geeignet erweist, eine gewinnbringende Diskussion über den Umgang mit Differenz, Ungleichheit und Diversität in der Dominanzgesellschaft zu eröffnen. Eine kritisch-reflexive und herrschaftskritische Thematisierung von diskursiv hervorgebrachten und institutionalisierten Differenz- und Ungleichheitsverhältnissen wie z.B. Rassismus, Ableism, (Hetero)Sexismus und Homonationalismus ist insbesondere vor dem Hintergrund aktueller politischen Diskursverschiebung von großer Relevanz für die Selbstpositionierung sowie für Intersektionalitäts- und Diversitätsforschung, da die veränderten gesellschaftspolitischen Bedingungen auch fatale Einflüsse auf die praktische Arbeit mit den Betroffenen sowie für die wissenschaftliche Forschung sozialer Ungleichheitsverhältnisse haben.
Die Erörterungen ausgewählter Seminarlektüre erfolgen auf der Grundlage der theoretischen Ansätze von Diversity & Intersectionality, die einen herrschafts- und dominanzkritischen Zugang zu Kontexten und Modalitäten der Herstellung, Aktualisierung und Reproduktion patriarchal-heteronormativer Strukturen und sozialer Ungleichheitsverhältnisse ermöglichen:
- Intersektionalität: Zum einen werden wir uns mit den vielfältigen intersektionalen Identitäten, Zugehörigkeiten und Lebensrealitäten sowie mit symbolischen und politischen Repräsentationen marginalisierter Gruppen befassen. Anhand dieser theoretischen Auseinandersetzung mit Perspektiven auf Gesellschaft und Institutionen wie z.B. Soziale Arbeit, Schule oder Beratungsstelle wird danach gefragt, welche Herausforderungen die fortbestehenden heteronormativen Strukturen insbesondere für marginalisierte Gruppen wie BIPoC (Black, Indigenous and People of Color), be-hinderten und queeren Communities darstellen, die durch machtvollen Zuschreibungen als ,,die Anderen“ konstruiert und von einer gleichberechtigter Teilhabe an der Gesellschaft ausgegrenzt bzw. ausgeschlossen werden.
- Diversity: Zum anderen werden wir im Seminar über die fehlende Anerkennung und Wertschätzung gesellschaftlicher Vielfalt (Diversität) und die damit einhergehenden erschwerten politischen, sozialen und ökonomischen Teilhabe- und Verwirklichungschancen marginalisierter Communities in einer kapitalistisch organisierten Dominanzgesellschaft kritisch hinterfragt.
Auf dieser Basis werden Teilnehmende des Seminars zentrale Grundlagen der intersektionalen Ungleichheits- und Diversitätsforschung (Diversity & Intersectionality) kennenlernen, um theoretische Überlegungen mit der Praxis sinnvoll in Verbindung zu setzen.
Dieses Seminar gilt als Pflichtmodul für das Zertifikat „Intersektionalität und Diversity“.
ECTS: 3
Termine:
Blockseminar (online) - Montag, 14-18 Uhr an folgenden Tagen:
- 13.04.
- 04.05.
- 01.06.
- 22.06.
- 13.07.
- 27.07.
Das Seminar findet Online statt.
Der Link wird rechtzeitig per E-Mail verschickt
Anmeldung:
Die Anmeldung läuft über unser Ticketsystem.
Zur Lehrperson:
Robel Afeworki Abay (Dr. phil.) ist Soziologe und derzeit Gastprofessor für partizipative Ansätze in den Sozial- und Gesundheitswissenschaften an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. In der partizipativen Studie, die er im Rahmen seiner Dissertation an der Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam mit BIPoC mit Behinderungserfahrungen durchführte, befasste er sich mit intersektionalen Kolonialitäten von Rassismus und Ableismus. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Intersectional Disability Justice; Soziologie der Behinderung und sozialer Ungleichheit; Migrationssoziologie; Diversity und Intersektionalität; Rassismus und Ableismus; Disability Studies und Critical Race Theory (DisCrit); Postkoloniale und Dekoloniale Theorien; Climate und Social Justice sowie partizipative Forschung.
Vertiefungsmodul Diversity & Intersektionalität: Eine Normativ-kritische Perspektive auf Behinderung und Teilhabe.
Seminarbeschreibung:
Das Seminar führt in die theoretischen Grundlagen von Disability Studies und Intersektionalität ein. Behinderung wird dabei nicht als individuelles Defizit, sondern als Ergebnis gesellschaftlicher Barrieren und Machtverhältnisse analysiert. Dabei wird Behinderung nicht isoliert, sondern konsequent intersektional analysiert. Dabei werden die unterschiedlichen Disziplinen und beruflichen Ziele der Studierenden mitgedacht. Das geplante Seminar setzt dabei den Fokus auf aktuelle Diskurse. Das Seminar findet auf Deutsch statt.
Dieses Seminar gilt als Vertiefungsmodul für das Zertifikat „Intersektionalität & Diversity“.
ECTS: 3
Termine:
- 10.04. (Fr) 9:00-16:00 (Präsenz) - VMP 9 A315
- 11.04. (Sa) 9:45-16:15 (digital)
- 19.06. (Fr) 9:00-16:00 (digital)
- 20.06. (Sa) 9:45-16:15 (digital)
Die Links für die online Treffen werden rechtzeitig per Mail an die Teilnehmenden verschickt.
Anmeldung:
Die Anmeldung läuft über unser Ticketsystem.
Zur Lehrperson:
Carolin Feß ist Sozialarbeiterin (M.A.). Derzeit promoviert sie am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der katho am Standort Münster sowie als Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Münster. Ihre Dissertation befasst sich mit dem Thema „Teilhabe“ aus einer praxeologisch-wissenssoziologischen Perspektive.
Projektseminar: Error. Fehlerursachen, Erkenntnisdefizite und Gender in der wissenschaftlichen Praxis.
Seminarbeschreibung:
Fehler gelten in Wissenschaft, Organisationen und gesellschaftlichen Debatten häufig als etwas, das vermieden werden sollte. Gleichzeitig sind sie ein zentraler Bestandteil von Erkenntnisprozessen, Wissensproduktion und organisationalem Lernen. Das Bachelorseminar „Making Errors, Making Knowledge“ greift diese Spannung auf und verfolgt das Ziel, Studierende für die Bedingungen, Grenzen und Ungleichheiten von Wissen zu sensibilisieren und sie zugleich praxisnah auf wissenschaftliches Arbeiten vorzubereiten.
Das Seminar ist als hochschulübergreifende Lehrveranstaltung konzipiert und findet an verschiedenen Hochschulen in Hamburg statt. Es richtet sich an Studierende aus unterschiedlichen Bachelorstudiengängen, die verschiedene fachliche Hintergründe, methodische Zugänge und wissenschaftliche Schwerpunkte mitbringen. Diese Heterogenität der Teilnehmenden wird nicht als Defizit oder bloße organisatorische Herausforderung verstanden, sondern ausdrücklich als didaktische Ressource. Das Seminar trägt der Vielfalt wissenschaftlicher Perspektiven Rechnung und nutzt die interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe gezielt, um Studierende darin zu schulen, sich über Fachgrenzen hinweg zu verständigen und unterschiedliche Wissenschaftskulturen reflexiv zueinander in Beziehung zu setzen.
Die hochschulübergreifende Ausrichtung des Seminars wird zusätzlich dadurch vertieft, dass wissenschaftliche Mitarbeiter:innen aus den beteiligten Hochschulen eingeladen werden, ihre eigenen Forschungsperspektiven und Erfahrungen zum Thema „Fehler“ vorzustellen. Diese Gastbeiträge ermöglichen den Studierenden Einblicke in unterschiedliche disziplinäre, institutionelle und methodische Zugänge zu Fehlern in der Wissensproduktion und machen Forschung als praktischen, fehleranfälligen Prozess erfahrbar.
Im Zentrum des Seminars steht die Frage, wie Wissen entsteht, wie sicher es ist und an welchen Stellen Fehler in Erkenntnisprozessen auftreten können. Wissen wird dabei nicht als neutral oder objektiv verstanden, sondern als perspektivisch, sozial eingebettet und machtförmig strukturiert. Eine zentrale Querschnittsperspektive des Seminars ist die systematische Berücksichtigung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen. Gender wird nicht als isoliertes Thema behandelt, sondern als analytische Kategorie, die Forschungsfragen, Methoden, Begriffe, Datenerhebungen und Wissenskommunikation prägt und strukturiert.
Für Bachelorstudierende bietet das Seminar einen besonderen Mehrwert, da es grundlegende erkenntnistheoretische Fragen eng mit den konkreten Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens verbindet. Studierende lernen, eigenes Wissen, empirische Ergebnisse und wissenschaftliche Texte kritisch zu hinterfragen, Unsicherheiten zu erkennen und mit Fehlern reflektiert umzugehen. Damit stärkt das Seminar zentrale Kompetenzen, die für das weitere Studium, für Abschlussarbeiten und für spätere berufliche Tätigkeiten relevant sind.
In einem ersten thematischen Block setzt sich das Seminar mit grundlegenden erkenntnistheoretischen Fragen auseinander: Was ist Wissen? Woher kommt Wissen? Wie sicher ist unser Wissen? Studierende reflektieren die Rolle von Erfahrung, Theorie, Daten und Methoden und lernen, warum wissenschaftliches Wissen stets vorläufig ist. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie Geschlecht als soziale Struktur in Forschungsdesigns und Datenerhebungen wirksam wird, sowohl durch Sichtbarmachung als auch durch systematische Auslassungen.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Macht von Perspektive, Frage und Sprache. Studierende analysieren, wie soziale Positionierungen, normative Annahmen und sprachliche Rahmungen Wissen strukturieren und wie dadurch Fehler entstehen können. Gender dient hier als durchgängiges Analysebeispiel, um zu zeigen, wie wissenschaftliche Kategorien Ungleichheiten reproduzieren oder kritisch hinterfragt werden können. Gleichzeitig werden Studierende dazu angeleitet, ihre eigene Positionierung im Forschungsprozess zu reflektieren.
Ein wichtiger Bestandteil des Seminars ist die praxisnahe Arbeit mit wissenschaftlichen Tools und Programmen, die im akademischen Alltag verwendet werden. Diese werden systematisch in die Sitzungen integriert und in Übungen angewendet. Dazu gehören unter anderem Literaturrecherche und -verwaltung (z. B. Citavi, Zotero), Umfragetools, der kritische Umgang mit Suchmaschinen und wissenschaftlichen Datenbanken, kollaborative Arbeitsformate (z. B. geteilte Dokumente) sowie der reflektierte Einsatz von KI-basierten Tools im wissenschaftlichen Kontext. Die Studierenden nutzen diese Werkzeuge aktiv in Gruppenarbeiten, Referaten und Reflexionsaufgaben. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeitsmitteln zu entwickeln, typische Fehlerquellen in der Forschung frühzeitig zu erkennen und eigene Arbeitsprozesse kritisch zu hinterfragen.
Ein weiterer inhaltlicher Block widmet sich der Kommunikation von Wissen in interdisziplinären und internationalen Kontexten. Studierende analysieren, warum Wissen häufig missverstanden wird und welche Rolle Sprache, Fachkulturen, Machtverhältnisse und institutionelle Rahmenbedingungen dabei spielen. Vor dem Hintergrund der interdisziplinären Zusammensetzung der Seminargruppe reflektieren sie Unterschiede zwischen Wissenschaftskulturen, etwa im Umgang mit Evidenz, Methoden, Begriffen und Präsentationsformen. Ein geplanter Museumsbesuch in Hamburg ergänzt diesen Block und ermöglicht es den Studierenden, Wissensproduktion und Perspektivierung im öffentlichen Raum zu untersuchen. Dabei wird reflektiert, welche Perspektiven sichtbar gemacht werden und welche insbesondere in Bezug auf Gender marginalisiert bleiben.
Die eingeladenen wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen berichten anhand konkreter Beispiele aus ihrer eigenen Forschungspraxis über Fehler, Unsicherheiten, Sackgassen oder Revisionen im Forschungsprozess. Thematisiert werden dabei unter anderem methodische Fehlentscheidungen, unerwartete Ergebnisse, Probleme der Datenerhebung sowie institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Arbeit. Die Gastbeiträge werden im Seminar gemeinsam vor- und nachbereitet und dienen als Ausgangspunkt für die Reflexion darüber, wie Fehler je nach Fachkultur unterschiedlich wahrgenommen, benannt und bearbeitet werden.
Darüber hinaus setzt sich das Seminar mit sogenannten „Fehlern aus zweiter Hand“ auseinander, etwa mit Zitationspraktiken, Wissensketten und epistemischem Vertrauen. Ein besonderer Fokus liegt auf Künstlicher Intelligenz als Wissensquelle und Wissensproduzent. Studierende lernen, KI-Outputs kritisch zu prüfen, typische Fehler zu erkennen und Fragen von Verantwortung, Autorschaft und Bias einzuordnen.
Abschließend richtet das Seminar den Blick auf Organisationen und Institutionen. Anhand von Fallbeispielen analysieren die Studierenden, wie Fehler systematisch entstehen, wie Organisationen mit ihnen umgehen und welche Rolle Geschlecht und Machtverhältnisse in organisationalen Fehlerkulturen spielen.
Didaktisch ist das Seminar interaktiv, forschungsnah und partizipativ angelegt. Neben kurzen Inputs der Lehrperson kommen Gruppenarbeiten, Studierendenreferate, Rollenspiele, spielerische Formate, Gastbeiträge sowie praxisorientierte Übungen zum Einsatz. Studierende werden ausdrücklich ermutigt, ihre unterschiedlichen fachlichen Hintergründe einzubringen und Verantwortung für gemeinsame Lernprozesse zu übernehmen. Insbesondere die Studierendenreferate sind explizit so konzipiert, dass sie sich nicht an ein fachinternes Publikum richten, sondern an die interdisziplinär zusammengesetzte Seminargruppe. Die Studierenden bereiten ihre Themen so auf, dass zentrale Begriffe, theoretische Annahmen und methodische Zugänge auch für fachfremde Teilnehmende verständlich werden. In dergemeinsamen Diskussion wird reflektiert, wo Missverständnisse entstehen, welche fachlichen Selbstverständlichkeiten implizit vorausgesetzt werden und wie Wissen adressatengerecht kommuniziert werden kann. Auf diese Weise wird die Auseinandersetzung mit Fehlern auch auf der Ebene der Wissensvermittlung selbst verankert.
Nach Abschluss des Seminars verfügen die Studierenden über ein vertieftes Verständnis von Wissen als fehleranfälligem, perspektivischem Prozess, über praktische Kompetenzen im Umgang mit wissenschaftlichen Tools sowie über die Fähigkeit, Gender als zentrale Analyseperspektive systematisch in wissenschaftliche Fragestellungen einzubeziehen.
Termine:
Mittwochs 16-18 Uhr (mit vereinzelten Abweichungen)
Ort: im Wechsel an den Teilnehmenden Hochschulen.
Beginn der ersten Lehrveranstaltung am 08.04.2026 16-18 Uhr, an der UHH Campus Grindel, VMP9 A315
Alle Termine:
Mi 8.4. 14-18h ZGD Monetastrasse 4;
Mi 15.4. 14-18h TUHH Gebäude A Raum A 0.19;
Mi 22.4. 14-18h HAW (Ort folgt);
Mi 29.04. 14-18h UHH (Ort folgt);
Achtung: -> Do 7.5. 18-21h Exkursion in die Kunsthalle Treff Haupteingang;
Mi 3.6. 14-18h HCU (Ort folgt);
Mi 10.06.14-18h HSU (Bundeswehr Uni) (Ort folgt);
Mi 17.06. 14-18h Brucerius Law School (Ort folgt);
24.06. 14-18h Selbstorganisiertes Treffen (Ort folgt);
Exkursion -> Do 2.7. 18-21h Museum für Kunst und Gewerbe Treff Haupteingang 18h;
Mi 8.7. 14-18h Hochschule für Soziale Arbeit (Ort folgt);
Mi 15.07. 14-18h ZGD Monetastraße 4;
Anmeldung:
Die Anmeldung läuft über unser Ticketsystem.
Information zur Lehrperson:
Thordis Reimer
Forschungskolloquium Gender
Das interdisziplinäre Kolloquium bietet einen inklusiven Raum, in dem sich Studierende, Promovierende, Postdocs und alle am Zentrum Gender & Diversity interessierten Personen über Diversität, Intersektionalität und Feminismus austauschen können. Wir gestalten unsere Sitzungen gemeinsam und legen ausgehend von den Interessen der aktiven Teilnehmer*innen erst zu Beginn des Semesters Themenschwerpunkte fest.
In den einzelnen Sitzungen besteht die Möglichkeit, sowohl die eigene Forschung als auch aktuelle Themen aus Politik, Praxis und Forschung vorzustellen und Feedback durch die Gruppe zu erhalten. Neben der Auseinandersetzung mit methodischen und theoretischen Ansätzen, bspw. zu Intersektionalität, Allyship, trans und nicht-binären Perspektiven sowie gendersensibler Sprache, haben wir in der Vergangenheit beispielsweise über soziale Phänomene wie Femizide, den Umgang mit problematischen Autor*innen oder Sexismus und Rassismus in der Uni bzw. am Arbeitsplatz diskutiert.
Ziel des Kolloquiums ist es dabei einerseits den Austausch unterschiedlicher Forschungsdisziplinen wie u. a. der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Psychologie, Politikwissenschaft und Erziehungswissenschaft zu unterstützen und andererseits eine Verbindung zwischen unterschiedlichen theoretischen sowie praktischen Arbeitsbereichen herzustellen.
Die Veranstaltungen finden in der Regel in deutscher Sprache statt. Nach Absprache mit der Lehrperson besteht die Möglichkeit, einzelne Sitzungen auf Englisch zu halten.
Das Forschungskolloquium gibt keine ECTS und ist aktuell nicht für die Studienzertifikate anrechenbar.
Termine:
Wir treffen uns immer am letzten Mittwoch im Monat von 18:00 bis 19:30 Uhr (im März und August entfallen die Treffen).
Die Termine für das Sommersemester 2026:
- 29.04.2025
- 27.05.2025
- 24.06.2025
- 29.07.2026
- 30.09.2026
Ort: Monetastr. 4, 20146 Hamburg, im Wintergarten.
Anmeldung:
Die Anmeldung läuft per Mail an kolloquium-zgd"AT"uni-hamburg.de
Zielgruppe:
Egal, ob ihr in dem Themengebiet promoviert und forscht, im Bachelor oder Master studiert oder einfach für Intersektionalitäts- und Diversitätsaspekte brennt – jede*r ist willkommen!
Wir gestalten unsere Sitzungen gemeinsam und freuen uns, über alle, die dazu kommen. Ihr seid eingeladen, euch aktiv mit Beiträgen und Themenvorschlägen einzubringen.
Bei Interesse schreibt uns gerne eine E-Mail an kolloquium-zgd"AT"uni-hamburg.de und kommt bei unseren Treffen vorbei.
Wir freuen uns auf bunte Diskussionen mit euch!
Informationen zur Barrierefreiheit:
Solltet Ihr spezifische Bedürfnisse haben, zögert bitte nicht, uns über E-Mail darauf anzusprechen. Wir sind offen, individuelle Lösungen für die Teilnahme zu finden.
Der Zutritt zum ZGD ist barrierefrei, nur der Zugang zu den Toiletten ist es leider nicht.
Information zur Lehrperson:
Der Lehrauftrag wird im Wechsel durch ein aktives Mitglied des Kolloquiums übernommen.
Sara Sobhe studierte Deutsche Sprache und Literatur und Sprachen, Geschichte und Kulturen des Vorderen Orients im Bachelor an der Universität Hamburg und absolvierte anschließend den Masterstudiengang Deutschsprachige Literaturen (SP Interkulturelle Literaturwissenschaften). Ihre Masterarbeit widmete sich Fragen von Care und Kollektivität in zeitgenössischen Literatur- und Performanceproduktionen – daraus entwächst aktuell das Promotionsprojekt Caring Arts: Poetologien und Praktiken sorgender Kollektivtäten. Im Sommersemester 2025 verband sie ihr Forschungsanliegen mit der Lehre am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Neben ihren akademischen Tätigkeiten ist sie in der politischen Stadtteilarbeit in Hamburg-Wilhelmsburg aktiv.
